TSG Hoffenheim: Adamyan ist angekommen

Doppelpack beim Startelfdebüt

Sargis Adamyan von Hoffenheim gegen Niklas Süle vom FC Bayern

Sargis Adamyan (r.) mutierte im ersten Startelfeinsatz zum Bayernschreck. ©Imago images/Jan Huebner

Fast hätte man meinen können, Sargis Adamyan hätte sich mit dem Wechsel von Jahn Regensburg zur TSG Hoffenheim zuviel zugetraut. Beim Bundesligisten kam der 15-Tore-Mann der vergangenen Zweitliga-Saison erst zu zwei Einwechslungen. Doch dann stellte ihn Trainer Alfred Schreuder ausgerechnet gegen den FC Bayern von Beginn an auf.

Eingewöhnungszeit vorbei

Vielleicht war der armenische Nationalspieler auch die letzte Patrone für seinen Coach, der nach nur fünf Punkten aus den ersten sechs Spielen bereits zu wackeln begann. Nicht nur dürfte der Niederländer mit dem Sieg über den Rekordmeister seinen Arbeitsplatz vorerst gesichert haben, auch Adamyan hat mit seinem Doppelpack nachdrücklich Eigenwerbung betrieben.

„Der Trainer hat mir die Chance gegeben und ich wollte das Vertrauen zurückzahlen. Ich glaube, dass es mir ganz gut gelungen ist“, untertrieb der Stürmer auf der Vereinshomepage ganz bescheiden.

Warum der 26-Jährige erst so spät eine längere Bewährungschance bekam, erklärt sein Trainer bei Twitter: Sargis hat etwas Zeit gebraucht und hat es jetzt verdient, von Anfang an zu spielen. Er spürt das Vertrauen seiner Mitspieler. Dass es dann so ausgeht für ihn, ist natürlich ein Traum.“

Der Traum scheint für Adamyan kontinuierlich weiterzugehen. Mit einer starken Saison in der Regionalliga Südwest für den TSV Steinbach machte er 2017 Jahn Regensburg auf sich aufmerksam. Dort wurde er sofort Stammspieler, musste aber zunächst mit fünf Saisontoren Vorlieb nehmen. Es folgte die Saison 2018/19 mit 26 direkten Torbeteiligungen und der Transfer in die Bundesliga.

In der Länderspielpause bietet sich ihm nun die Gelegenheit, auch sein Nationalelf-Torkonto aufzubessern: Gegen Liechtenstein und Finnland will er seinem bislang einzigen Treffer im Armenien-Dress weitere hinzufügen.