Union Berlin bekommt neues Gesicht

Leiser Abschied von Aufstiegshelden

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2020 | 12:33
Urs Fischer von Union Berlin

Trainer Urs Fischer krempelt seinen Kader nach und nach um. ©Imago images/Eibner

Union Berlin erhält nach und nach ein neues Gesicht, seit der Klub in der Bundesliga angekommen ist. Die Köpenicker werden sich von einigen der Aufstiegshelden trennen.

Schon vergangene Woche wurde das Scheitern der Vertragsverhandlungen mit Keeper Rafal Gikiewicz bekannt. Der Pole wird den Klub nach zwei Jahren wieder verlassen.

Harte Entscheidungen zahlen sich aus

Auch der Abschied von Sebastian Polter ist bereits beschlossen. Der „kicker“ (Ausgabe vom 04.05.2020) berichtet zudem, dass eine Option auf Vertragsverlängerung bei Felix Kroos nicht mehr greifen kann. Mit ihm wie Manuel Schmiedebach soll nicht mehr geplant werden.

Bis auf den Torwart kann man an der Alten Försterei diese Abgänge sportlich gut verkraften, spielte doch keiner von ihnen noch die große Rolle wie im Aufstiegsjahr.

Trainer Urs Fischer hat den Altgedienten keinen Kredit gewährt, harte Entscheidungen getroffen und letztlich Recht behalten. Die neuen Gesichter des 1. FC Union sind Keven Schlotterbeck, Marius Bülter oder Robert Andrich. Erfahrung auf höchstem Niveau brachten Neven Subotic oder Christian Gentner mit. Allerdings ist Schlotterbeck nur ausgeliehen, Gentners Vertrag zumindest noch nicht verlängert.

Weitere Routiniers könnten das Schicksal von Schmiedebach oder Kroos teilen. Ken Reichel ist sicherlich ein Kandidat, da er auf der linken Defensivseite an Christopher Lenz nicht vorbeikommt.

Abgänge nur quantitativ ein Problem?

Im Gegensatz zu ihm sind die Vorzeichen bei Florian Hübner und Michael Parensen etwas anders. Während Hübner von einer Verletzung in der Hinrunde gebremst worden war und schon wieder mehrere Spiele von Beginn an machte, ist die Reservistenrolle für Parensen nicht neu.

Das Urgestein war schon in den letzten Spielzeiten kein Stammspieler, klagte aber nie und war stets bereit, wenn er gebraucht wurde. Für diese beiden könnte es also in Berlin trotz auslaufender Verträge weitergehen.

Es wird dennoch weiteres „frisches Blut“ geben bei Union, im Mittelfeld muss in jedem Fall quantitativ nachgelegt werden. Ein neuer Torwart dürfte von außerhalb kommen, hier ist Qualität gefragt. Diese hat Reservist Moritz Nicholas in Ermangelung von Spielpraxis noch nicht nachweisen können.

Jakob Busk ist seit Jahren nur Ersatz und steht nur noch bis Sommer unter Vertrag. Für den ausgeliehenen Lennart Moser hat Cercle Brügge eine Kaufoption.