Union Berlin: Fischer lobt Kampfgeist

"Die Jungs haben es gut gemacht."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Samstag, 05.12.2020 | 11:35
Urs Fischer bei Union Berlin

Urs Fischer bewertet die Niederlage gegen Hertha BSC sachlich. ©Imago images/Eibner

Als Taino Awoniyi Union Berlin in der 20. Minute des Derbys gegen Hertha BSC in Führung brachte, sah es danach aus, als ob sich die Positiv-Serie Unions auch gegen die Alte Dame fortsetzt. Nur drei Minuten später allerdings geschah mit der roten Karte gegen Robert Andrich der Knackpunkt, der das Spiel maßgeblich beeinflussen sollte: Über eine Stunde in Unterzahl hielt sich Union wacker, musste sich aber dennoch mit 1:3 geschlagen geben.

Union Berlins Trainer Urs Fischer sah trotz der ersten Niederlage seit dem ersten Spieltag (1:3 gegen Augsburg) keinen Grund für Kritik – im Gegenteil. „Wir waren lange in Unterzahl, die Jungs haben es gut gemacht, haben die Räume gut zugestellt. So viele Tormöglichkeiten hatte Hertha heute nicht, sie waren aber bei dem, was wir zugelassen haben wirklich sehr effizient“, so Fischer auf der Vereinshompeage und weiter: „Jetzt gilt es diese Niederlage zu akzeptieren. Die Rote Karte hat heute vieles Verändert, bis dahin waren wir gut im Spiel und haben gar nichts zugelassen. Die Mannschaft hat toll gekämpft, schade, dass es nicht gereicht hat.“

Wer ersetzt Andrich?

Zum ersten Mal in dieser Saison musste Union Berlin in Unterzahl auskommen. Auch die Anzahl an gelben Karten war im Derby höher als sonst, dreimal kassierte ein Spieler der Eisernen eine Verwarnung, in der bisherigen Saison waren es durchschnittlich 1,44 gelbe Karten pro Partie, womit Union Berlin zum erweiterten Kreis der fairsten Teams der Liga zählt.

Robert Andrich jedenfalls muss jetzt erstmal zuschauen, wobei sich die Frage stellt, wer den Mittelfeldmann in der kommenden Begegnung gegen Bayern München ersetzt. Christian Gentner arbeitet am Comeback, ob ein Einsatz gegen den FCB möglich ist, entscheidet sich wohl im Laufe der kommenden Woche. Als weiterer Vertreter käme Sebastian Griesbeck in Frage, der bislang zweimal in der Startelf stand und beim letzten dieser Auftritte gegen Hoffenheim (3:1) eine gute Partie hinlegte.