Im Spiel des VfB Stuttgart gegen den FC Schalke 04 feierte in den Schlusssekunden Soufian Benyamina aus der zweiten Mannschaft der Schwaben seine Bundesliga-Premiere. Zum einen hat sich der 22-Jährige seine Einwechslung mit elf Toren in 19 Drittliga-Spielen sicher redlich verdient, doch zum anderen zeigt dies und die Tatsache, dass für die Offensive ansonsten nur noch Christoph Hemlein, ebenfalls aus der Stuttgarter Reserve, auf der Bank saß, dass der Kader von Trainer Bruno Labbadia gerade im Offensivbereich alles andere als breit besetzt ist.

Seit dem Kreuzbandriss von Cacau, dessen Rückkehr aktuell noch immer nicht terminiert werden kann, muss Labbadia hoffen, dass Vedad Ibisevic nichts passierte, da Stuttgart bei einem Ausfall des einzigen verbliebenen, echten Mittelstürmers reichlich improvisieren und einen eigentlich auf dem Flügel besser aufgehobenen Spieler wie Martin Harnik oder Shinji Okazaki ins Sturmzentrum beordern müsste.

Damit es soweit nicht kommt, ist wahrscheinlich, dass Stuttgart im Winter auf dem Transfermarkt nachbessert und einen zusätzlichen Stürmer verpflichtet. Ein Kandidat ist dabei offenbar Ishak Belfodil vom FC Parma, der am Wochenende von Scouts aus Stuttgart laut „Le Temps d’Algerie“ beim Spiel in Bergamo beobachtet wurde. Weil der 20 Jahre alte Algerier dabei nur in der Schlussphase eingewechselt wurde, dürften die Scouts nicht viel gesehen haben, doch generell ist das Telent des 1,91 Meter großen Angreifers unbestritten.

Nicht von ungefähr überwies Parma erst im Sommer 2,5 Millionen Euro für Belfodil an Olympique Lyon und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2016 aus. Nach einem Disput mit Trainer Roberto Donadoni ist indes möglich, dass der ehemalige französische Junioren-Nationalspieler, der nun für seinen Geburtsland Algerien auflaufen möchte, seine Zelte in Parma nach drei Toren in 14 Spielen schon wieder abbricht.

Einem Wechsel nach Stuttgart stünde zumindest der Afrika-Cup nicht im Weg, da Belfodil erklärt hat, sich auf seine Vereinskarriere konzentrieren zu wollen und deshalb im Januar und Februar seinem Land nicht zur Verfügung zu stehen.

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