Ein Blick auf die Tabelle der Bundesliga lässt erkennen, dass es beim VfB Stuttgart in der neuen Saison noch nicht wirklich rund läuft. Neben enttäuschenden sechs Punkten aus den ersten sieben Spielen, die Rang 15 zur Folge haben, ist auch nur ein Punkt aus den ersten beiden Spielen in der Europa League gegen Steaua Bukarest und bei Molde FK weit weniger als sich die Schwaben erhofft haben und vom Umfeld erwartet wurde.

Während die Abwehr in der Bundesliga mit 14 Gegentreffern zusammen mit dem 1. FC Nürnberg und der TSG 1899 Hoffenheim die schwächste Bilanz aufweist, lassen bislang auch die Vorstellungen der Offensive mit nur sieben Toren zu wünschen übrig. Immer klarer wird, dass Vedad Ibisevic als einziger treffsicherer Angreifer nicht ausreicht. Erst recht nicht, wenn der Bosnier gesperrt einige Partien versäumt wie nach seinem überflüssigen Platzverweis in München geschehen.

Weil außer Ibisevic mit Cacau nur noch ein weiterer echter Angreifer im Kader steht und alle weiteren Offensiv-Alternativen wie etwa Martin Harnik oder Shinji Okazaki sich auf dem Flügel und aus der zweiten Reihe wohler fühlen, würde dem VfB ein weiterer Stürmer gut zu Gesicht stehen.

Und offenbar haben auch Sportdirektor Fredi Bobic und Trainer Bruno Labbadia dieses Manko erkannt, denn laut polnischen Medienberichten soll sich Stuttgart für Arkadiusz Milik von Gornik Zabrze interessieren. Der erst 18 Jahre alte Angreifer hat in dieser Saison mit fünf Toren in sieben Spielen auf sich aufmerksam gemacht und soll auch schon bei Borussia Dortmund und Juventus Turin auf der Einkaufsliste stehen. Angesichts dieser Konkurrenz dürften die Stuttgarter Chancen eher gering sein, zumal Milik aufgrund seines noch bis 2016 laufenden Vertrages kein Schnäppchen sein dürfte.

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