Seitdem Klaus Allofs als Manager und Dieter Hecking als Trainer beim VfL Wolfsburg das Kommando haben, ist es vorbei mit den vielen Einkäufen, die unter Felix Magath als starkem Mann noch die Regel waren. Vielmehr achten die neuen Macher beim VfL, die mittlerweile seit über einem Jahr in der Verantwortung stehen und einiges zum Positiven bewirkt haben, vermehrt auf Qualität statt auf Quantität.

Deutlich zu erkennen war dies in den vergangenen Transferperioden, in denen mit Luiz Gustavo, Ivan Perisic, Daniel Caliguiri oder Timm Klose Spieler von gehobener Klasse, die sich in der Bundesliga bereits bewiesen hatten, verpflichtet wurden. Und diese Personalpolitik soll beim deutschen Meister von 2009 nun ihre Fortsetzung finden, wie das Bemühen um Kevin de Bruyne zeigt.

Der vergangene Saison als Leihspieler beim SV Werder Bremen groß aufspielende Belgier kommt beim FC Chelsea nicht über eine Nebenrolle hinaus und wird die Blues voraussichtlich im Winter schon wieder verlassen. Vermutlich mit Zielrichtung Bundesliga, wo der Offensiv-Allrounder mit Blick auf die WM 2014 auch seinen Stammplatz im belgischen Nationalteam behaupten will. Als Hauptinteressenten gelten Bayer Leverkusen und eben Wolfsburg, wobei die Wölfe nach Informationen der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) offenbar die besten Karten haben. So will die WAZ aus dem Umfeld der Berater de Bruynes erfahren haben, dass der 22-Jährige am liebsten in die Autostadt wechseln würde.


Vor dem Absprung steht hingegen schon wieder der noch von Magath verpflichtete Stefan Kutschke, der mit sechs Einsätzen und einem Tor zwar weitaus mehr erreicht hat, als ihm zugetraut wurde, aber nüchtern betrachtet dennoch kaum Perspektiven hat. Der 25-Jährige ist aber noch ein wenig unentschlossen, wie er in „Bild“ verrät: „Das halbe Jahr hier war schon toll. Aber ich will mich natürlich weiterentwickeln. Der VfL will mich behalten und hat mir einen Leitfaden an die Hand gegeben. Die Frage ist natürlich: Was will ich selber?!“

Sollte sich Kutschke für einen Wechsel entscheiden, hätte er eine große Auswahl. Neben Ex-Klub RB Leipzig, der den Angreifer gerne zurück hätte, werden auch Eintracht Braunschweig, Energie Cottbus, der SC Freiburg und der 1. FC Nürnberg als Interessenten gehandelt.

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