Mit seinem Doppelschlag kurz vor Schluss hat Nils Petersen, der damit sein Trefferkonto auf neun erhöhte, dem SV Werder Bremen beim 2:0-Erfolg am Freitag gegen Hannover 96 die ersten drei Punkte im neuen Jahr beschert und somit das Krisengerede an der Weser zumindest vorübergehend beendet.

Zugleich unterstrich Petersen trotz einiger zuvor ausgelassener Chancen wieder einmal seine Bedeutung für die Bremer Offensive, die nach dem Abgang von Claudio Pizarro im vergangenen Sommer umgebaut werden musste. Dabei gelang es, den auch von vielen anderen Klubs umworbenen Petersen für ein Jahr vom FC Bayern München auszuleihen, allerdings ohne Kaufoption.

Deshalb hat es der SV Werder derzeit nicht selbst in der Hand, den 24 Jahre alten Angreifer über die laufende Saison hinaus zu binden, obwohl dieser selbst kein Geheimnis daraus macht, gerne bleiben zu wollen: „Hier fühle ich mich wohl und weiß, was ich habe. Ich spüre, dass ich hier wichtig bin.“

Zugleich deutete Petersen in „Bild“ an, in München auch unter dem neuen Trainer Pep Guardiola keine allzu große Chance zu sehen: „Für Pep Guardiola in New York ist Petersen sicher gerade nicht die wichtigste Personalie. Aber wir stehen in Kontakt mit Matthias Sammer. Wenn die drei jetzigen Stürmer bleiben, macht es für mich in München keinen Sinn.“

Zwar ist noch offen, ob Pizarro seinen Vertrag in München noch einmal verlängert, doch selbst wenn der Peruaner gehen sollte, dürften die Bayern wohl eher nicht auf Petersen setzen, sondern zusätzlich zu Mario Gomez und Mario Mandzukic noch einen dritten Hochkaräter verpflichten. Scheint folglich so, als hätte Petersen gute Chancen auf ein dauerhaftes Engagement in Bremen, sofern sich beide Klubs über die Ablöse einigen können.

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