Der SV Werder Bremen hat in der Vergangenheit sowohl unter Otto Rehhagel als auch seit 1999 unter dem Duo Thomas Schaaf und Klaus Allofs schon so einige Schnäppchen gelandet, die an dieser Stelle gar nicht alle aufgezählt werden sollen.

Weil man in Bremen traditionell sehr konservativ wirtschaftet und der Nordklub erneut die Teilnahme am internationalen Wettbewerb verpasst hat, sind große Ausgaben für Transfers in diesem Jahr nicht möglich. Umso intensiver suchen die Macher an der Weser nach ebenso kostengünstigen wie hochveranlagten Talenten, um die nach ordentlich Saisonstart schon wieder ins Schlingern geratene Mannschaft mittel- bis langfristig zu verstärken.

Ein Kandidat dafür ist der erst 17 Jahre alte Mor Pouye, der seit vergangener Woche ein Probetraining absolviert und am Samstag auch im Testspiel gegen Dynamo Kiew (0:0) zum Einsatz kam. Der senegalesische Mittelfeldspieler, der bis zum Sommer beim FC Metz unter Vertrag stand und seitdem vereinslos ist, hinterließ dabei sowohl im Training als auch im Spiel gegen den ukrainischen Vize-Meister einen guten Eindruck, wie Manager Klaus Allofs erklärte: „Mo hat die Eindrücke aus dem Training heute bestätigen können. Er ist ein sehr ballsicherer Spieler mit einer hohen Spielintelligenz, der seine Sache heute erneut sehr ordentlich gemacht hat. Fast hätte er sogar noch ein Tor erzielt, obwohl ich nicht weiß, ob er den Ball wirklich so spielen wollte.“

Deutet man die Zeichen richtig, dürfte Pouye in Kürze einen Vertrag erhalten. Vermutlich wird der junge Afrikaner dann über die zweite Mannschaft in der Regionalliga weiter aufgebaut.

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